Was 1950 als kleiner Ski-Club in Pirmasens begann, ist heute ein lebendiger Verein mit Skischule, Lehrteam, Jugendarbeit und einer eigenen Hütte in den Vogesen. Vieles davon haben Mitglieder über Jahrzehnte mit eigenen Händen aufgebaut – allen voran unsere Skihütte am Schnepfenried.
Meilensteine
Vom Holzhäuschen zum Vereinsdomizil
- 1950
Gründung
Der Ski-Club Pirmasens 1950 e.V. wird gegründet.
- 1965
Die erste Hütte
Unter dem Vorsitzenden Ludwig Eichacker mietet der Verein eine einfache Holzhütte am Schnepfenried, in Nachbarschaft der heutigen Ferme-Auberge Deybach – Matratzenlager, Kanonenofen und Donnerbalken inklusive.
- 1970
Kauf der Hütte
Fünf Jahre später kauft der Verein das Gebäude.
- 1975–1979
Großer Ausbau
Überwiegend in Eigenleistung entsteht ein Schlaftrakt mit Sanitäranlagen und Zentralheizung. Aus der alten Hütte werden Aufenthaltsraum und Küche. Im Sommer 1979 wird die Fertigstellung gefeiert.
- 1980
Eigenes Grundstück
Das bis dahin in Erbpacht genutzte Grundstück geht in den Besitz des Vereins über.
- 1984
Neues Dach
Beide Gebäudeteile erhalten ein neues Dach. Mit einer Quelle und einer Zisterne wird auch das Wasserproblem gelöst.
- 1992 & 1997
Modernisierung
Der Schlaftrakt wird in zwei Abschnitten entkernt und massiv neu aufgebaut – mit neuen Sanitäranlagen und maßgefertigten Stockbetten.
- 2000
50 Jahre Ski-Club
Der Verein feiert sein 50-jähriges Bestehen – und 35 Jahre Skihütte.
- 2025
75 Jahre Ski-Club
Der Ski-Club Pirmasens feiert sein 75-jähriges Jubiläum.
- heute
Verein mit Zukunft
Skischule, Lehrteam, Jugendfreizeiten, Skifreizeiten und unsere Hütte mit 34 Betten am Schnepfenried – das ganze Jahr über.
Damals
Bilder aus vergangenen Zeiten






Aus der Chronik
50 Jahre Ski-Club – 35 Jahre Skihütte
Der folgende Text erschien zum 50-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2000.
Die „Pirmasenser Skihütte“, eigentlich zutreffender die „Skihütte des Ski-Club Pirmasens“ – immer wenn in Wanderer- oder Skifahrerkreisen von den Hochvogesen die Rede ist, kommt man unwillkürlich auf diese segensreiche Einrichtung zu sprechen. Was da hoch oben am Schnepfenried mitten in einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft steht, erweckt oft genug Anerkennung und Bewunderung, vor allem bei Nutzern anderer Vereine. Dieser Stand konnte nur erreicht werden durch erhebliche finanzielle Investitionen seitens des Vereins sowie des Idealismus und die Tatkraft rühriger Mitglieder. Nicht vergessen werden sollen die großzügigen Bauzuschüsse seitens des Landessportbundes und der Daniel-Theyson-Stiftung.
Als Geburtsjahr darf das Jahr 1965 gelten, als unter dem damaligen Vorsitzenden Ludwig Eichacker die einfache Holzhütte in Nachbarschaft der „Ferme Bessey“ , heute „Ferme-Auberge Deybach“, zunächst vom Ski-Club Metzeral ausgemietet wurde. Fünf Jahre später wurde das Gebäude gekauft, das zunächst in Erbpacht genutzte Grundstück konnte erst 1980 in den Besitz des SCP übergehen. Wer sich noch an den Zustand der „Urhütte“ erinnern kann, wo Matratzenlager, Kanonenofen und Donnerbalken das Maß der Dinge waren, weiss zu schätzen, was heute daraus geworden ist.
Zwischen 1975 und 1978 wurde der Anbau des Schlaftraktes mit großzügigen Sanitäranlagen und Zentralheizung bewerkstelligt. Hierbei war außer freiwilligen Helfern auch billiges Baumaterial gefragt, was man durch den Abbau einer kostenlosen Bundeswehrbaracke in Leimen erhielt. Überwiegend in Eigenleistung und unter massgeblicher Leitung und Mithilfe von Alfred Teutsch, Heiner Trischler, Wolfgang und Dieter Nikolaus, Walter Merz, Fritz Stock und anderen entstand eine wesentliche Kapazitätserweiterung auf immerhin 36 Schlafplätze. Gleichzeitig erfolgte die für die Gesamtkonzeption notwendig gewordene Umgestaltung des ursprünglichen Gebäudes zu Aufenthaltsraum und Küche.
Die Fertigstellung des Gesamtwerkes konnte im Sommer 1979 in Anwesenheit des damaligen Pirmasenser Bürgermeisters Dr. Robert Schelp gefeiert werden. Eine weiter kostspielige Baumassnahme war 1984 notwendig, als über beide Gebäudeteile ein neues Dach gespannt werden musste. Auch das leidige Wasserproblem konnte man durch Erschließen einer Quelle bzw. Anlage einer Zisterne lösen.
In zwei Abschnitten wurde schließlich 1992 und 1997 der Schlaftrakt entkernt und massiv aufgebaut. Mit der Neuausstattung des Sanitärbereichs und soliden maßgefertigten Stockbetten konnte der Komfort wesentlich gesteigert werden.
Hinter all diesen Aktivitäten standen ständig die Organisatoren. Welcher ältere Ski-Clübler erinnert sich nicht an den ersten Hüttenwart Günter Busché, der von seinen Anfängen bis zu seinem Tod 1987 durch seine vielfältigen Kontakte zur Wirtschaft die Entwicklung der Ski-Hütte wesentlich vorantrieb. Als seine Nachfolger traten Brigitte Schwab (bis1993) und Edgar Willig (bis 1997) kein leichtes Amt an. Auch der damals Vorsitzende und Berufsoptimist Heinz Röhrig, der mit seinem Glauben an das Gelingen Berge versetzte, hat sich bleibende Verdienste erworben. Sein Nachfolger Horst Baur pflegte die wichtigen Kontakte zur regionalen Verwaltung, Verbänden und ortsansässigen Helfern, deren Unterstützung sich auch heute noch immer wieder notwendig und hilfreich erweisen. Die vorhandene Substanz zu erhalten, neue Impulse zu setzen, Innovationen voranzutreiben und junge tatkräftige Mitglieder zu motivieren hat sich der aus der Ski-Club-Jugend hervorgegangene Vorsitzende Ullrich Schmitt auf seine Fahnen geschrieben. Ein schöner Zufall: der Vorsitzende und der Verein sind jeweils 50 Jahre jung
Wenn auch in Zukunft weiterhin Snowboarder, Skifahrer, Wanderer, Radler, Motorbiker, Familien und Vereinsgruppen auf dem Schnepfenried eine zeitgemäße Unterkunft vorfinden sollen, muss die eingeschlagene Richtung konsequent weiter beschritten werden. Pflege der Geselligkeit, Naturerlebnis, Ausüben naturnaher Sportarten und damit aktive Freizeitgestaltung und Erhaltung der Lebensfreude sind Dinge, für die sich Engagement lohnt. Die Zukunft des Ski-Club Pirmasens ist ursächlich verbunden mit der Erhaltung und Weiterentwicklung des Vereinsdomizils in den Vogesen. In diesem Bewusstsein sollten neue Aufgaben angepackt, neue Verantwortungen nicht gescheut werden.
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